Klassische Handwerksberufe werden bei Schulabgängern wieder beliebter. Einerseits geschieht dies durch massive Kampagnen staatlicher Institutionen, die einem Fachkräftemangel vorbeugen wollen. Zum anderen realisieren Jugendliche, dass sie durch aktuell geringeren Wettbewerb einen Platz für eine Berufsausbildung ergattern können, welche ihnen ein gutes und sicheres Gehalt bieten wird. Des Weiteren ist der gesetzlich zugesicherte Mindestverdienst, den man bereits als Auszubildender erhält, ein Anreiz.
Nach wie vor sind es hauptsächlich Männer, die sich für den Berufszweig KFZ-Mechatroniker (ehemals genannt KFZ-Mechaniker) in einer Mercedes Werkstatt in Berlin entscheiden. Erwähnenswert ist die Möglichkeit, sich bei bestimmten Betrieben bereits in der Ausbildung auf gewisse Bereiche wie etwa Zweirad oder Nutzfahrzeug spezialisieren zu lassen.

Aufgabenbereich eines KFZ-Mechatronikers

Die grundlegenden Aufgaben eines KFZ-Mechatronikers liegen klar auf der Hand: Wartung und Reparatur von Personenkraftwagen. Heutzutage sind PKWs mit deutlich mehr Elektronik versehen als noch vor zwei Jahrzehnten. Dadurch hat sich auch das Aufgabenspektrum des Berufs teilweise in die digitale Welt verlagert. Somit gehören zum Bild einer KFZ-Werkstatt heute mehr digitale Diagnosegeräte als jemals zuvor. Laptops, Tablets und allerlei Sensorik sind aus dem Berufsbild des Mechatronikers nicht mehr wegzudenken. Dies setzt voraus, dass entsprechende informationstechnische Fähigkeiten im heutigen Ausbildungsschema eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings besteht selbst ein Elektrofahrzeug immer noch aus tausenden von mechanischen Bauteilen, welche manuell gewartet, repariert oder ersetzt werden wollen. Somit liegt die Kernkompetenz des KFZ-Mechatronikers weiterhin im händisch-mechanischen Arbeiten begründet. Die Kalibrierung von Fahrzeugsystemen rundet den Aufgabenbereich ab.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildungsdauer im Falle des Kraftfahrzeug-Mechatronikers in Deutschland beträgt regulär 3,5 Jahre und wird inhaltlich sowie rechtlich durch Handwerkskammern reguliert. Die Ausbildung findet im technischen Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt. Bei entsprechender Vorqualifikation des Auszubildenden (etwa bei Abschluss einer technisch ausgerichteten Berufsfachschule) kann die Ausbildung um bis zu 18 Monate verkürzt werden. Abiturienten können die Ausbildung dank ihrer allgemeinen Hochschulreife in der Regel pauschal innerhalb von 3 Jahren abschließen, was einer Verkürzung um 6 Monate entspricht.

Verschiedene Fachbereiche

Der Beruf KFZ-Mechatroniker gliedert sich in fünf verschiedene Schwerpunkte. Am häufigsten vertreten ist der klassiche Arbeitsbereich des Mechatronikers für Personenkraftwagen. Das ergibt sich allein daraus, dass der reguläre PKW das meistproduzierteste und -genutzte Fahrzeug weltweit darstellt. Personenkraftwagentechnik bildet somit die Grundsäule des gesamten Berufsbildes und jeder KFZ-Mechatroniker muss während der Ausbildung die Prinzipien dieses Themenfeldes verstehen. Danach spalten sich inhaltlich die Wege. Während auszubildende Mechatroniker für PKWs ihren entsprechenden Fachbereich vertiefen, widmen sich die anderen Sparten ihrem spezifischen Metier.
Der Zweiradmechatroniker (nicht zu verwechseln mit dem Zweiradmechaniker für Fahrräder) ist als weiterer Ausbildungeberuf mit dem Fokus Individualverkehr spezialisert auf Motorradtechnik.
Des Weiteren existiert der Fachbereich des Mechatronikers für Nutzfahrzeugtechnik. Im Aufgabenfeld dieses Experten dreht sich alles um Fahrzeuge wie Lastkraftwagen, Busse, Baufahrzeuge oder Servicefahrzeuge von Berufsgruppen wie Feuerwehr und Stadtreinigung. Außerdem spielt der Beruf eine wichtige Rolle bei der Bundeswehr sowie bei der Polizei.
Der KFZ-Mechatroniker für Karosseriebautechnik ist eine inhaltliche Spezialisierung, welche in mehreren Bereichen von Beruf und Handwerk Anwendung findet. Das können etwa Reparaturbetriebe für Luxusfahrzeuge und Individualbauten sein. Ebenso arbeitet dieser Typ Mechatroniker bei Fahrzeugherstellern oder -Ausrüstungsbetrieben.
Mit zunehmendem Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen auf deutschen Straßen entwickelte sich außerdem eine modifizierte Version des Mechatronikers als Berufsbild: der KFZ-Mechatroniker in Sytem- und Hochvolttechnik. Er ist unter anderem spezialisiert auf die Technik von Brennstoffzellen und Elektromotoren.

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