Als Zahnarzt beschäftigen Sie sich mit Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen. Sie untersuchen Patienten, stellen eine Diagnose und behandeln selbst.
Sie können eine eigene Zahnarztpraxis Bielefeld eröffnen oder in einer Gemeinschaftspraxis mit anderen Zahnärzten arbeiten. Auch steht der Weg offen für medizinische Forschung und Lehre, für Tätigkeiten in der Pharmaindustrie, bei Gesundheitsämtern, bei Krankenversicherungen oder Zahnärztekammern.

Voraussetzung ist einmal ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Zahnmedizin. Des Weiteren brauchen Sie die staatliche Erlaubnis, diesen Beruf ausüben zu dürfen, die sogenannte Approbation.
Das Studium ist nach der Approbationsordnung für Zahnärzte geregelt. Zulassungsvoraussetzung ist ein Zeugnis der Hochschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss. Der Zugang zum Studium ist zulassungsbegrenzt und richtet sich nach Ihrem Zeugnis und nach eventuellen Wartezeiten.
Die Regelstudienzeit beträgt mit der Prüfungszeit elf Semester. In der Zeit bereiten Sie sich auf eine naturwissenschaftliche Vorprüfung in den Fächern Chemie, Physik und Zoologie vor. Die zahnärztliche Vorprüfung findet in den Fächern Anatomie, Physiologie, physiologische Chemie und Zahnersatzkunde statt.

Zur Vorbereitung auf die zahnärztliche Prüfung belegen Sie Fächer wie Allgemeine Pathologie, Chirurgie, Innere Medizin und Pharmakologie. Weitere Fächer wie Mikrobiologie und Hygiene und Gesundheitsfürsorge stehen auf Ihrem Stundenplan. Für Ihre zahnärztliche Tätigkeit werden Sie in Zahnerhaltungskunde und Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen unterwiesen.
Ihre praktischen Studien können Sie entweder an der Hochschule, an Universitätskliniken oder in Lehrkrankenhäusern absolvieren. Nach Studienabschluss haben Sie sich Kernkompetenzen in ästhetischer Zahnheilkunde, Diagnose, Implantologie und Implantattechnik, in Kieferprothetik und Prothetik erworben und haben das nötige Wissen zur Behandlung von Zahn- und Kiefererkrankungen erworben.
Mit einem aufbauenden Studium in Teilzeit können Sie Ihre Kenntnisse erweitern, vertiefen und/oder sich auf ein Spezialgebiet wie etwa Prothetik oder Implantologie konzentrieren. Weitere Spezialisierungen sind auf dem Gebiet der Kinderzahnheilkunde, der Endodontologie, der klinischen Zahnmedizin oder der Parodontologie möglich. Zahnärztliche Funktionsanalyse mit Computerunterstützung, Umgang mit kieferorthopädischen Behandlungsgeräten und der Einsatz von Lasern in der Zahnmedizin sind ebenfalls Themen der weiterführenden Studienfächer. In allen genannten Studiengängen können Sie den Masterabschluss erwerben.

Neben der Tätigkeit in einer eigenen Praxis können Sie als Masterabsolvent in Bereichen der ärztlichen Diagnostik und Therapie arbeiten. Sie können in die Verfahrens- und Produkttechnik oder in die Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik einsteigen. Sie können sich für die pharmazeutische Beratung und den Pharmavertrieb entscheiden, eine Stelle in der wissenschaftlichen Forschung oder als Lehrer an einer Hochschule übernehmen.

Die meisten Zahnärzte streben eine Selbstständigkeit mit einer eigenen Praxis an. Bevor es so weit ist, arbeiten sie in vielen Fällen als Assistenzärzte im Angestelltenverhältnis bei einem anderen Zahnarzt.

In ihrem Arbeitsalltag ermitteln Zahnärzte das Krankheitsbild ihrer Patienten, stellen eine Diagnose, planen die Behandlung und führen sie aus. Dabei geht es ums Aufbohren, um das Entfernen erkrankter Stellen und das Einsetzen von Füllungen oder Inlays. Er führt Wurzelbehandlungen und Kieferbehandlungen durch, bespricht mit Patienten den nötigen Zahnersatz und macht Kostenvoranschläge für die Behandlung. Die in zahntechnischen Laboren angefertigten Prothesen passt er an und setzt sie maßgerecht ein.
Auf den Zahnarzt mit eigener Praxis kommen auch einige Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zu. Er schreibt Rezepte, Atteste und Überweisungen, bereitet die Abrechnungen vor und dokumentiert Patientenbefunde und seine Behandlung. Wenn er Auszubildende hat, übernimmt er deren Betreuung.

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