Der Job des Winzers ist sehr vielseitig und entsprechend breit gefächert ist seine Ausbildung. Mittlerweile reicht es nicht mehr aus nur guten Wein zu produzieren, sondern ein Produkt zu entwickeln, das beim Kunden ankommt. Damit verbunden ist auch, dass im Rahmen der Ausbildung der gute Kundenkontakt vermittelt wird.

Voraussetzungen

Grundsätzlich kann jeder den Beruf des Winzers ergreifen bzw. eine Ausbildung machen. Interessenten sollten jedoch einige Eigenschaften mitbringen. Dazu gehört in erster Linie eine gewisse körperliche Belastbarkeit, denn die Arbeit in den Weinbergen kann sehr anstrengend sein. Das Erntefenster für die Trauben ist klein und es müssen zu dieser Zeit oft Überstunden gemacht werden und Wochenendarbeit ist dann keine Seltenheit.

Wer Wein produzieren will, sollte sich natürlich generell für das Thema Wein interessieren. Dazu ist es auch wichtig, einen guten Geschmacks- und Geruchssinn zu besitzen. Zwar muss ein Winzer keine Sensorik mitbringen, die ihn zum Weintester macht, er sollte aber beispielsweise grundlegende Nuancen im Wein erkennen.

Ein guter Umgang mit Menschen ist ebenfalls wichtig, denn der Winzer ist nicht nur in den Weinbergen und im Keller unterwegs, der Kundenkontakt rückt immer mehr in den Fokus. Viele Kunden wollen beraten werden und haben oft individuelle Wünsche. Hier ist oft Sensibilität notwendig, um zu erkennen, was der Kunde will.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsschwerpunkte sind bei allen Ausbildungsstätten ähnlich. Zu den wichtigsten Inhalten gehören natürlich der Anbau und die Pflege der Reben. Vor allem wie man die Gesundheit der Rebstöcke erhält, ist einer der Ausbildungsschwerpunkte. Natürlich ist die Ernte und Verarbeitung der Trauben ebenfalls ein Eckpfeiler der Ausbildung.

Bereits vor der Ernte wird vermittelt, wie der richtige Reifegrad ermittelt wird. In der Ausbildung gibt es auch die Möglichkeit unterschiedliche Verarbeitungsmöglichkeiten kennenzulernen. Neben der Vergärung zu Wein ist auch das Thema Sekt- und Champagnerherstellung ein Inhalt der Ausbildung.

Die Qualitätskontrolle der eigenen Produkte ist ebenfalls Thema in der Ausbildung. Es wird gelehrt, wie früh mögliche Probleme in der Gärung erkannt werden können und gegengesteuert werden kann, damit am Ende ein guter Wein herauskommt.

Natürlich wird auch vermittelt, wie Wein verkostet wird. Da dies auch später im Kontakt mit den Kunden wichtig wird, ist Teil der Ausbildung nicht nur die eigene Nase und den Gaumen zu schulen, sondern auch dem Kunden zu vermitteln, worauf bei der Verkostung von Weinen zu achten ist.

Ausbildungsdauer

Wie lange die Ausbildung dauert, ist abhängig davon, wo die Ausbildung absolviert wird und wie umfangreich sie ist. In der Regel ist bei entsprechenden Schulen mit einer Dauer von drei Jahren zu rechnen. Spezielle Ausbildungen können aber auch durchaus länger gehen.

Nach der Ausbildung ist im Weinbau vor der nächsten Fortbildung. Im Weinbau gibt es ständig Weiterentwicklungen, damit die Qualität des Endproduktes noch besser wird. Daher gibt es auch nach der dreijährigen Grundausbildung noch immer wieder Möglichkeiten sein Wissen zu erweitern.

Berufsaussichten

Nach der Ausbildung zum Winzer sind viele Absolventen der Meinung, sie müssten direkt den ersten eigenen Weinberg kaufen und Wein produzieren. Tatsächlich ist der Anbau von Wein oft ein Familiengeschäft, das über Generationen geführt wird. Viele junge Winzer haben das Glück ein Weingut übernehmen zu können oder bereits früh im eigenen Betrieb wie dem Weingut Gebert Verantwortung übernehmen zu können.

Es ist jedoch nicht zwingend notwendig den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Die Berufsmöglichkeiten für Winzer sind sehr abwechslungsreich. Neben der direkten Herstellung von Wein widmen sich einige Absolventen auch der Entwicklung von Weinsorten. Vor allem im Bereich des biologischen Weinbaus ist noch viel Luft nach oben, weshalb es hier auch viel Potenzial in der Forschung und Entwicklung gibt.

Viele Quereinsteiger gehen aber auch ohne den familiären Hintergrund im Weinbau erfolgreich den Weg in die Selbstständigkeit. Hier ist es jedoch empfehlenswert einige Zeit zumindest auf einem anderen Weingut gearbeitet zu haben.

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