Die Kunst des Massierens hat eine lange zurückreichende Tradition und wird auch als Beruf schon seit geraumer Zeit ausgeübt. Heute werden Menschen, welche hauptberuflich massieren, offiziell als „Masseur und medizinischer Bademeister“ bezeichnet.

Voraussetzungen und Dauer der Ausbildung

Um den Beruf des Masseurs erlernen zu können, wird zumindest ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens einjähriger Dauer benötigt.

Neben den staatlichen Ausbildungen gibt es auch die Möglichkeit private in Anspruch zu nehmen. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch theoretische Inhalte voneinander. Während der Theorieausbildung werden Kenntnisse der Pathologie, Anatomie und Physiologie vermittelt.
Die Ausbildung wird meist Vollzeit ausgeführt und hat eine reguläre Dauer von zweieinhalb Jahren. An manchen Schulen wird jedoch auch ein Teilzeitmodell angeboten, bei welchem die Dauer der Ausbildung circa 5 Jahre beträgt. Während der Ausbildungszeit wird ein 6-monatiges Praktikum durchgeführt, welches beispielsweise in Krankenhäusern oder Praxen zur Physiotherapie absolviert werden kann.
Neben der Massagetherapie wird Auszubildenden auch Gesetzes-, Berufs-, sowie Staatskunde gelehrt.

Bei Massageausbildungen im Wellnessbereich werden keine medizinischen Massagetechniken gelehrt, weshalb diese auch nicht staatlich anerkannt sind. Diese häufig von privaten Einrichtungen angebotene Ausbildungen unterscheiden sich stark in ihrer Kostspieligkeit und enthalten meistens überdurchschnittlich viel Praxisunterricht innerhalb einer kurzen Zeitspanne. So können auch Quereinsteiger grundlegende Massagetechniken wie die Thaimassage in Berlin Mitte schnell erlernen.

Massagearten

Bei der klassischen Massage werden durch die gezielte Stimulation von Gewebe verschiedene Krankheitsbilder gelindert. Diese, überwiegend von Ärzten zur Therapie verordnete, Form der Massage unterstützt den Heilungsverlauf von Muskeln sowie Organen und wird schon seit mehreren hundert Jahren in der heutigen Form praktiziert.
Mit Hilfe verschiedener Massagegriffe kann der Masseur unter anderem den Kreislauf des Patienten anregen und seinen Hormonhaushalt stimulieren, sowie Verspannungen lösen. Bei schmerzenden Körperstellen beispielsweise wird so meistens die Technik der Reibung angewandt, um mit den Fingerspitzen die Haut zu entspannen. Um die Durchblutung eines Muskels zu fördern ist das Klopfen das Mittel der Wahl und damit Gewebe beruhigt und verkrampfte Muskeln gelöst werden können, wird die Vibrationstechnik eingesetzt.

Eine weitere Massage, welche staatlich ausgebildet wird, ist die Reflexzonenmassage.
Diese, vermutlich von den indigenen Völkern Amerikas erfundene, Massagekunst hat Ähnlichkeiten zu der aus China stammenden Akupunktur. Durch die Massage bestimmter Reflexzonen, auch Headsche Zonen genannt, an den Händen und Füßen werden spezielle Nervenbahnen stimuliert, was je nach Ausführung positive Auswirkungen auf verschiedene Organe haben kann. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass Reflexzonenmassagen ihre angestrebten Wirkungen beim Patienten erreichen, so ist diese alternativmedizinische Behandlungsmethode doch ein bewährtes Hilfsmittel, um verschiedene Schmerzen und Entzündungen sowie Stress zu lindern. Zudem können Störungen der Verdauung oder des Herz-Kreislaufsystems durch Reflexzonenmassagen behoben werden.
Auch die Unterwasserdruckstrahlmassage lässt sich in staatlichen Schulen erlernen.

Hier wird Wärme und Wasserdruck genutzt, um bestimmte Stellen des Körpers anzuregen. Bei dieser Massagetechnik wird ein in der Intensität anpassbarer Luftdruck- oder Wasserstrahl innerhalb eines Wasserbeckens genutzt, um den Gewebestoffwechsel des Patienten anzuregen, diesen zu entspannen und Verhärtungen im Gewebe zu lösen. Die Unterwasserdruckstrahlmassage wird im Normalfall ausschließlich bei Menschen, welche jünger als 65 Jahre sind, angewandt und benötigt, wie die meisten Massagearten, mehrere Sitzungen, um ihre angestrebten positive Auswirkungen auf die Gesundheit zu erreichen.

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