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Mentoren und Trainees – Unterstützen, fördern und fordern

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dreamstimefree_1643912_Timothy_NicholsAdenauer und Kohl und später auch Kohl und Merkel, oder Mick Jagger und Tina Turner, Goethe und Schiller, Stanley Kubrick und Spielberg und und und. Berühmte Mentoren-Mentee-Gespanne gibt es viele und natürlich auch noch viele mehr nicht ganz so berühmte. Auch im Bereich der Traineeprogramme kommt es durchaus vor, dass bereits sehr erfolgreiche Personen junge Trainees unter ihre Fittiche nehmen. Warum es hilfreich ist, wenn es überhaupt jemand tut, darum geht es in den folgenden Absätzen.

Mentoren und Ihre Stellung im Rahmen eines Traineeprogramms

„Jeder Tag und jedes Gespräch im Laufe des Traineeprogrammes ist Training und gleichzeitig auch Test!" liest man im Bildungsportal.at. Die Mentoren spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Denn sie sind es, die den Trainee über die komplette Länge des Programms begleiten und mit Kritik, Rat und Tat zur Seite stehen, aber auch nach oben berichten und die Leistungen beurteilen.  Vielfach sind die späteren Mentoren wie z. B. bei Bosch auch schon während des Auswahlprozesses zugegen. Mentoren unterstützen, fördern und fordern und geben den Trainees Hilfestellung und Lösungswege bei Problemen an die Hand. Dabei profitiert in dieser Verbindung nicht nur der Trainee oder Mentee, sondern auch der Mentor oder Protegé und das Unternehmen. Im Vordergrund steht vor allem der Wissenstransfer.

Darüber hinaus erhält der Trainee:

  • kompetente Unterstützung bei Problemen und schwierigen Aufgaben,
  • schnellen Zugang zu Netzwerken, auch abteilungs- und bereichsübergreifend,
  • schnellen Einblick in die internen Strukturen des Unternehmens,
  • bewährte und praxiserprobte Tipps und Tricks,
  • mentale Unterstützung bei der Bewältigung der psychischen Herausforderungen eines Jobs,
  • direktes Feedback und konstruktive Kritik zu seinen Tätigkeiten und Fähigkeiten und damit die Möglichkeit, sich besser einzuschätzen zu können, Fähigkeiten auszubauen und neue Fähigkeiten zu erwerben.

Für den Mentor bedeutet die Verbindung mit dem Trainee:

  • neue Impulse und Ideen, unter anderem auch aus der aktuellen Forschung und dem an den Hochschulen vermittelten Wissen,
  • die Möglichkeit, aktiv für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, diesen aufzubauen und zu „formen" ,
  • selbst das eigene Netzwerk zu erweitern (durch Kontakte zu anderen Mentoren),
  • die eigenen Kompetenzen, vor allem auch im sozialen und kommunikativen Bereich zu trainieren,
  • durch neue oder andere Blick- und Herangehensweisen traditionelle Arbeitsprozesse zu hinterfragen und neue Problemlösungsstrategien zu finden.

Für das Unternehmen bringt die Verbindung von Trainee und Mentor:

  • eine stärkere Bindung der Mitarbeiter untereinander und den Ausbau der Netzwerke über verschiedene Hierarchie-Ebenen hinweg,
  • beschleunigt die Einbindung und Ausbildung der Trainees,
  • bewirkt eine kontinuierliche Auseinandersetzung der Beteiligten mit den Strukturen und Arbeitsweisen und dem eigenen Wirken im Unternehmen.

Natürlich wird nicht jedes Mentoring-Programm alle diese positiven Effekte für das Gespann aus Mentor und Mentee mit sich bringen. Dies ist stark abhängig von der Erfahrung der Mentoren, der persönlichen Vorgehensweise beim Mentoring, aber auch von der Ausrichtung, Organisation und Umsetzung des Programms durch das Unternehmen. So kann es sein, dass verstärkt die fachliche Hilfe durch den Mentor im Vordergrund steht, persönliches aber nicht besprochen wird. Oder aber, dass der Mentor zwar Zugang zu seinem Netzwerk verschafft, die anderen Seiten aber außen vor bleiben. Im Idealfall ist der Mentor natürlich auf allen Ebenen, sowohl fachlich, als auch persönlich und beim Aufbau des Netzwerks eine Hilfe.

Der Mentor - Führungskraft oder Young Professional?

Welche Stellung der Mentor genau hat und welche Erfahrungen auf seiner Seite zu finden sind, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. So wird bei manchen Firmen, der Trainee, der gerade erfolgreich seine Traineestelle in eine Festanstellung überführt hat, selbst zum Mentor für die nächste Generation Trainees. In anderen Unternehmen steht jedem Trainee eine Person aus dem mittleren oder oberen Management als Mentor zur Seite. Manchmal sind es gar die Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführer selbst, die als Mentor zur Verfügung stehen. Mal für nur einen Trainee, mal für mehrere.

Wie sollte man als Trainee mit dem Mentoring-Programm umgehen?

Mentoring-Programme sind einer der wichtigen Unterschiede zwischen Traineeprogrammen und Direkteinstieg. Ein Mentor kann wichtige Hilfestellungen geben und eine große Triebkraft für die Karriere der Trainees darstellen. Nicht nur die Möglichkeit sich schneller und übergreifender zu vernetzen spielt dabei eine Rolle. Besonders die Chance, persönliches und konkretes Feedback zur eigenen Person sowie Hilfestellungen und  Problemlösungsansätze für die Arbeit zu erhalten sind ein unschätzbarer Wert. Daher sollte man möglichst früh den Kontakt mit dem Mentor suchen und nutzen: Fragen stellen, Feedback suchen, Stärken und Schwächen aufzeigen lassen, Verbesserungspotentiale finden, Diskussionen anstoßen. Wichtig dabei ist, dass nicht nur das Traineeprogramm im engeren Sinne thematisiert werden kann, sondern der Mentor normalerweise auch für Gespräche über die langfristige Karriere zur Verfügung steht. Im besten Fall sollte ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Mentor und Mentee entstehen.

Die Einbindung des Mentors in das Traineeprogramm

Wie die Kommunikation und die Treffen des Trainees und des Mentors ablaufen, auch das ist wieder von Traineeprogramm zu Traineeprogramm unterschiedlich. Neben einem offenen und auf Eigeninitiative beruhenden Verhältnis, bei dem der Trainee selbst bestimmt, wie oft er den Mentor treffen will,  ist die Anzahl der Treffen und deren Planung oft auch durch die Personalabteilung vorgegeben. So könnte nach jeder Station des Traineeprogramms ein Treffen vorgesehen sein, bei dem sowohl die letzte als auch die nächste Station besprochen wird. Im besten Fall, wird der Ablaufplan des Trainees aber auch schon vor dem Beginn des eigentlichen Programms zusammen mit dem Mentor besprochen. Auch werden mit dem Mentor oft Ziele definiert, die es im Rahmen der verschiedenen Stationen zu erreichen gibt.

Quellen:

  • Trainee-Geflüster, Mentoring - vielfältige Vorteile für Berufsanfänger, http://trainee-gefluester.de/blog/mentoring-vielfaeltige-vorteile-fuer-berufsanfaenger
  • Bosch Trainee-Blog, Networking, Mentoring, Seminare und Workshops...., Christiane, http://www.bosch-trainee-blog.de/index.php?tag=mentor
  • Bildungsportal.At, Trainee-Programme, Vorteile, Nachteile, Tipps und Tricks, Checkliste, http://www.bildungsportal.at/ausbildung/trainee_programm.htm
  • Mentor-Trainee Relationships, John Whyte, MD, PhD, Moss Rehabilitation Research Institute & Thomas Jefferson University, http://www.foundationforpmr.org/research/Files/III.%20A.9.%20John%20Whyte%20-%20Mentor-Trainee.ppt
  • Menteoo.de, Berühmte Mentoring-Tandems, menteoo.de/files/press/menteoo-beruehmte-mentoring-tandems.pdf
  • Focus Online, Mentoring. Was ist Mentoring? http://www.focus.de/finanzen/karriere/management/tid-6493/mentoring_aid_62339.html
  • Mentoring, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Mentoring

Bildquelle:

© Timothy Nichols | Dreamstime.com