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Die größten Fehler bei der Bewerbung für ein Traineeprogramm - Teil 1

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Dienstag, den 07. September 2010 um 21:17 Uhr

Traineeprogramme richten sich weitestgehend an den studierten Teil der Berufseinsteiger. Ein Diplom, Bachelor oder sonstige universitäre Auszeichnungen sind  die Grundlage, ohne die eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch meist in weite Ferne rückt. Dementsprechend sind die Anforderungen der Arbeitgeber an die inhaltliche und formale Umsetzung von Anschreiben, Lebenslauf und Präsentation der Unterlagen höher, als in anderen Bereichen. Wer sich als Trainee bewirbt, sollte daher sicher gehen, die grundlegenden Anforderungen an eine Bewerbung zu erfüllen.

Grammatikalische oder orthographische Fehler im Bewerbungsanschreiben ...

werden natürlich überhaupt nicht gerne gesehen. Gerade wer sich in Bereichen bewirbt, in denen die geschriebene Sprache zum wichtigsten Handwerkszeug gehört, sollten mit einer 100% fehlerfreien Bewerbung aufwarten. Man denke hier z. B. an ein Traineeprogramm im redaktionellen Bereich oder als PR-Trainee, wo das Schreiben von Pressetexten zum tagtäglichen Geschäft gehört. Aber auch bei allen anderen Traineeprogrammen erwarten die Personaler korrekte Anschreiben. Daher: Wer nicht sicher ist, sollte sich einen textsicheren Lektor besorgen (dieser kann gerne auch aus dem Freundeskreis oder der Familie kommen).

Falsch adressierte Bewerbungen ...

werden nicht nur gerne falsch zugestellt, sondern fallen bei widererwartend richtiger Zustellung gerne negativ auf. Welche wichtigen Aufgaben soll einem Trainee anvertraut werden, der es nicht schafft, die Adresse aus einer Stellenanzeige abzuschreiben - oder so gedankenlos agiert? Zugegebener Maßen fällt dieses Problem durch die Online-Bewerbung etwas geringer ins Gewicht - hier bekommt man den Rückläufer bei falscher Adressierung meistens innerhalb weniger Sekunden.

Die falsche Anrede ...

ist auch ein Dauerbrenner, der ganz oben auf der Hitliste der Patzer stehen dürfte. Niemand wird gerne dem anderen Geschlecht als zugehörig verdächtigt . Daher bei Unsicherheiten den Namen gerne auch zweimal checken. Und wer nicht sicher ist, ob man Nihal Abbas mit Herr oder Frau ansprechen soll, einfach mal Google bemühen. Normalerweise findet sich hier sehr schnell eine Einordnung von türkischen, marokkanischen oder deutschen Vornamen die sich sonst schlecht zuordnen lassen.

Überhaupt keine persönliche Anrede ...

nur um auf Nummer sicher zu gehen, ist keine gute Alternative. Gerade wenn der Name in der Stellenausschreibung ersichtlich ist, bzw. innerhalb kürzester Zeit hätte recherchiert werden können, wird dieser auch im Anschreiben erwartet. Pauschal „an die Wohngemeinschaft" adressierte Werbesendungen zeichnen sich auch im Besonderen durch ihre miserable Response-Quote aus.

Falscher Bewerbungsweg ...

Wer noch vor der ersten Einladung vom Weg abkommt und die Anforderung der Unternehmen an die Form der Bewerbung ignoriert, der kann die entsprechende Traineestelle geistig schon einmal beerdigen. Unternehmen, die auf eine Online-Bewerbung bestehen, werden in den seltensten Fällen eine postalische Bewerbung überhaupt eines Gedankens würdigen. Dasselbe gilt natürlich auch in der anderen Richtung. Man behalte im Hinterkopf: Wer mehrere hundert oder sogar tausend Bewerbung pro Jahr durchforsten muss, freut sich über die ein oder andere, die einem die Arbeit durch Selbstdisqualifikation erleichtert.

Eine fehlende Unterschrift bei der handschriftlichen Bewerbung ...

scheint fast normal in Zeiten, in denen uns gerne für jeden Karl-Otto eine unverlangtes Abonnement oder zumindest  zahlreiche werbelastige Schriften "geschenkt" werden. Hier sollte man allerdings nicht an der falschen Stelle sparen. Man sollte übrigens auch davon absehen gleich ein Faksimile mit auf die Unterlagen zu drucken - es hinterlässt einen schalen Geschmack, wenn der Bewerber es aufgrund der Masse von Bewerbungen nicht mehr schafft, alle handschriftlich zu unterzeichnen.

Nicht ausreichend frankiert Briefe mit Bewerbungsunterlagen ...

scheinen in hohem Maße dieselben aerodynamischen Eigenschaften wie ein Bumerang zu haben. Davon auszugehen, dass viele Unternehmen unzureichend frankierte Briefe einfach annehmen, ist sicher keine gute Grundlage für eine Bewerbungsstrategie. Tipp 1: Wer nicht sicher ist, ob die 55 Cent für Anschreiben, Lebenslauf und 15 Kopien in einer schicken blauen Pappmappe reichen, der wende sich vertrauensvoll an den freundlichen Schalterbeamten im Postamt seines Vertrauens.Tipp 2: Mit 2,20€ ist man praktisch immer auf der sicheren Seite.

Die Versendung einer Loseblattsammlung ...

spart zwar Zeit und Geld, ist aber nicht die feine englische Art. Eine nette DIN A4-Mappe oder ein dünner Hefter sind angebracht und geben dem  Adressaten der Bewerbung größtmögliche Freiheit mit den Unterlagen zu arbeiten, ohne die Hälfte zu verlieren. Auch von getackerten Sammlungen sollte man absehen.

Recycling von Bewerbungsunterlagen ...

ist zwar löblich, sollte aber nur geschehen, wenn die Unterlagen nach dem ersten Bewerbungsgang immer noch wie neu aussehen. Niemand bekommt gerne benutztes Werbematerial zugesandt - und darum geht es doch - Werbung für die eigene Person. Dass das letzte Anschreiben ausscheidet erklärt sich hoffentlich von selbst.

Dreckige und unsauber Unterlagen ...

gehören in die Mülltonne und nicht in die Bewerbungsmappe. Wer Unterlagen mit Eselsohren, Kaffeeflecken, einzelnen Haaren oder ähnlichem in eine Bewerbung packt, der kann es so ernst nicht meinen oder seine Sorgfalt grenzt an ein nicht erträgliches Maß. Auch hier ist die Absage gewiss.

Zum zweiten Teil: Die größten Fehler bei der Bewerbung für ein Traineeprogramm

Bildquelle:
© sigrid rossmann | pixelio.de

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. September 2010 um 20:10 Uhr