Interview zum Traineeprogramm bei der Ferrostaal AG

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Die Ferrostaal AG mit Sitz in Essen, bietet seit dem Jahr 2006 Traineeprogramme in den Bereichen Anlagenbau, Maschinengeschäft und Service Units an. Bisher haben 50 Trainees eines der 18-monatigen Programme durchlaufen. Im Interview mit my-trainee.de verrät David Will, Leiter des Traineeprogramms bei Ferrostaal und selbst Absolvent des Programms, zahlreiche Tipps zur Bewerbung als Trainee, den Inhalten sowie dem Ablauf der Traineeprogramme.

Fragen zur Bewerbung und zum Bewerbungsprozess um eine Traineestelle bei der Ferrostaal AG:

1. Wie viele Trainees wird die Ferrostaal AG im Jahr 2010 etwa einstellen?

20 Trainees

2. Wie viele Bewerbungen erhalten Sie durchschnittlich für eine ausgeschriebene Traineestelle?

700 Bewerbungen

3. Welche Fähigkeiten und Kenntnisse erwarten Sie von den Bewerbern für das Ferrostaal-Traineeprogramm?

  • Hervorragender Abschluss in Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen oder den Wirtschaftswissenschaften
  • Erste Berufserfahrung durch Praktika oder Ausbildung
  • Mehrmonatiger Auslandsaufenthalt im Zuge des Studiums oder eines Praktikums
  • Verhandlungssichere Englischkenntnisse, gerne weitere Fremdsprachenkenntnisse (Französisch, Spanisch, Russisch,Portugiesisch oder Arabisch)
  • Hohes Maß an Eigeninitiative, Flexibilität und Teamfähigkeit
  • Offenheit gegenüber anderen Kulturen

4. Welche Tipps können Sie den Bewerbern hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen geben?

Wichtig ist, dass Bewerbungsunterlagen vollständig bei der Personalabteilung eingehen. Das erspart Verzögerungen durch Rückfragen und erleichtert die Kommunikation mit den Fachbereichen. Zu den Unterlagen gehören ein Anschreiben, der Lebenslauf und (Praktikums-)Zeugnisse.

5. Wie läuft der Bewerbungsprozess um eine Traineestelle bei der Ferrostaal AG genau ab?

Wie bei anderen Unternehmen auch handelt es sich um einen mehrstufigen Auswahlprozess:
1. Stufe: Prüfung der Bewerbungsunterlagen
2. Stufe: Online-Test
3. Stufe: Vorstellungsgespräch
4. Stufe: Assessment Center.
Nach dem AC erhalten die Kandidaten direkt einen Arbeitsvertrag, wenn alles gut läuft.

6. Wenn es ein Assessment Center gibt. Wie sollten sich die Bewerber darauf vorbereiten?

Die Bewerber erhalten kurz vor dem Assessment Center eine Aufgabe, die sie dann im AC präsentieren können. Hier ist es wichtig, die relevanten Informationen strukturiert und knapp zu präsentieren. Die Selbstvorstellung findet auf Englisch statt, daher sollte der Bewerber die Situation mit Freunden ein wenig üben.

7. Welche Fehler sollten die Bewerber im Bewerbungsprozess vermeiden?

Zentral ist die gute Vorbereitung der Bewerbung. Der Bewerber sollte schon im Anschreiben die Frage beantworten, warum er sich grade auf diese Stelle bewirbt, welche Stärken er einbringen kann und welchen Bezug er zum Unternehmen hat.  Im Interview und AC kommen noch Pünktlichkeit und professionelles Auftreten hinzu. Auch hier ist eine gründliche Vorbereitung wichtig. Am besten ist es, wenn sich der Bewerber gründlich mit dem Anforderungsprofil der Stelle auseinandersetzt und seine Bewerbung dementsprechend aufbaut.

8. Womit hat Sie ein Bewerber um eine Traineestelle schon einmal richtig überrascht?

Man macht sich auf der Grundlage der Bewerbungsunterlagen und des Interviews einen Eindruck über den Bewerber. Manche Kandidaten laufen aber erst im Assessment Center zu Höchstform auf und hinterlassen dann einen beeindruckten und sprachlosen Beobachterkreis. Andere Bewerber punkten durch innovative Ansätze, von denen selbst das Unternehmen etwas lernen kann.

9. Fällt Ihnen eine interessante/lehrreiche Anekdote rund um dieses Thema ein?

In jeder Stufe des Auswahlprozesses können Fehler passieren. Manche Bewerber schreiben Standardanschreiben und vergessen dann, den Namen des Unternehmens anzupassen. Andere Bewerber setzen sich nicht genügend mit dem Geschäft des Unternehmens auseinander und wissen gar nicht so recht, auf was sie sich bewerben. Ein Bewerber hat zum Assessment Center einen USB Stick mitgebracht, auf dem ein Virus war. Seine Präsentation fing dann mit einer Virenwarnung des Systems an. Unglücklicherweise war der Leiter der IT einer der Beobachter. Dies wurde dem Bewerber zwar nicht negativ angekreidet, führte aber dazu, dass die Inhalte seiner Präsentation nicht mehr so im Vordergrund standen, wie er sich das gewünscht hatte.

Zum Traineeprogramm der Ferrostaal AG

1. Welche Besonderheiten zeichnet ein Traineeprogramm bei der Ferrostaal AG aus?

  • Individuelle Einsätze in verschiedenen Fachbereichen des internationalen Großanlagenbaus und Maschinengeschäfts
  • Aktive Mitgestaltung des eigenen Traineeprogrammes & die Chance die eigene Zielposition für sich zu entdecken
  • Integration in ein großes und dynamisches Netzwerk
  • Mehrmonatiger Auslandseinsatz in einer Niederlassung oder auf einer Baustelle
  • Mentorenprogramm
  • Gezielte Personalentwicklungen

2. Was unterscheidet den Einstieg als Trainee von einem Direkteinstieg in Ihrem Unternehmen?

Die Trainees werden durch Entwicklungsmaßnahmen und Mentoring unterstützt. Sie haben die Chance, viele Geschäftsfelder kennen zu lernen und gleichzeitig Kontakte im gesamten Unternehmen aufzubauen.

3. Für welche Bewerber ist der Einstieg als Trainee bei Ferrostaal besonders geeignet?

Absolventen technischer oder wirtschaftswissenschaftlicher  Studiengänge mit internationalem und generalistischem Fokus, die sich noch nicht auf eine bestimmte Funktion festlegen wollen.

4. Wie ist der Ablauf Ihrer Traineeprogramme gestaltet?

Jeder Trainee startet in einer Fachabteilung, die seiner Ausbildung entspricht und rotiert dann durch mehrere Abteilungen des Unternehmens.

5. Welchen Einfluss haben die Trainees auf den Ablauf des Programms?

Grundsätzlich können die Trainees Wünsche äußern, in welchen Abteilungen sie im Rahmen der Rotation gerne eingesetzt werden und in welche Endposition sie einnehmen wollen. Wenn es im Unternehmen ein Angebot für die Nachfrage der Trainees gibt, dann gestalten wir die Rotation und Übernahme in der Regel nach den Wünschen des Trainees.

6. Werden zusätzliche Seminare und Fortbildungen für die Trainees angeboten - Stichwort: Soft Skills?

Ja, die Trainees erfahren eine gezielte Personalentwicklung. Sie können an Sprachkursen, Projektmanagement-, Wirtschafts- und Rechtseminaren, und vielen anderen Maßnahmen teilnehmen.

7. Welche Vergütung haben Trainees zu erwarten? Gibt es zusätzliche Leistungsanreize?

Die Vergütung der Trainees liegt im oberen Durchschnitt der Traineeprogramme auf dem Markt. Neben dem Gehalt sind aber grade die intensiven Trainings und der Auslandsaufenthalt ein Merkmal unseres Programms.

8. Fördert Ferrostaal den Netzwerkaufbau im Unternehmen und unter den Trainees?

Im Projektmanagement ist es besonders wichtig, dass Mitarbeiter verschiedener Funktionen eng zusammenarbeiten. Daher fördern wir den Netzwerkaufbau aktiv durch verschiedene Maßnahmen wie Kaminabende mit dem Vorstand, Stammtische, Newsletter, Mentoring.

9. Gibt es die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts für die Trainees?

Für jeden Trainee ist ein Auslandeinsatz vorgesehen, der mindestens 3 Monate dauern soll. Schwerpunkte der Einsätze sind Lateinamerika und Asien. Zunehmend wird aber auch der arabische Raum für uns wichtig.

10. Was erwartet die Trainees nach dem Abschluss Ihres Programms?

Nachdem die Trainees ihre Wunschposition gefunden haben, beginnt die berufliche Entwicklung in einer Funktion. Trainees bieten sich aufgrund der Dynamik des Geschäfts und unserer Wachstumsstrategie schnell interessante Möglichkeiten im nationalen und internationalen Umfeld der Ferrostaal.

 

 

Informationen zur Ferrostaal AG

Ferrostaal ist einer der führenden Anbieter von industriellen Dienstleistungen mit den Schwerpunkten Großanlagenbau und internationales Maschinen- und Automotivegeschäft. Die vier Kernkompetenzen Projektentwicklung, Projektmanagement, Integration von technischen Systemen und Partnern zeichnen die Ferrostaal aus.

Mit rund 5.800 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2009 einen Umsatz von 1,6 Mrd Euro. Ferrostaal ist global mit Gesellschaften in über 60 Ländern präsent. Wichtige Märkte sind MENA, Lateinamerika, Südostasien und Europa.

Zum Ansprechpartner für das Ferrostaal-Traineeprogramm

Nach dem Studium der Psychologie an der Universität Köln trat Herr Will 2007 als Trainee mit Schwerpunkt HR ins Unternehmen ein, wo er mehrere Stationen innerhalb und ausserhalb des Personalbereiches durchlief. Ein Höhepunkt war der Einsatz in der indonesischen Niederlassung, wo er den Aufbau einer lokalen HR-Funktion unterstützte. Vor Ablauf seiner Traineezeit wurde Herr Will zum Leiter des Traineeprogramms befördert. Neben Recruiting, Entwicklung und Betreuung ist er heute für das Praktikantenprogramm, die Hochschulkontakte und diverse Themen der Personalentwicklung zuständig.

Kontaktperson: David Will
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