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Das Traineeprogramm mit dem grünen Daumen - Traineeprogramm Ökolandbau

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Montag, den 14. Juni 2010 um 20:54 Uhr

Traineeprogramme zielen meist auf Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure, hin und wieder werden auch Geisteswissenschaftler angesprochen. Nicht so beim Traineeprogramm Ökolandbau. Hier werden Nachwuchskräfte aus den verschiedensten Bereichen gesucht. So z. B. Absolventen der Studiengänge Agrarwissenschaften, Gartenbau und Ernährungswissenschaft - aber auch Marketing. Seit 2002 haben 180 Trainees das einjährige Programm im Bereich der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft absolviert. Im Interview mit my-trainee.de erkärt Jan Plagge, Projektleiter des Traineeprogramms, was sich hinter dem Programm verbirgt.

Fragen zur Bewerbung und zum Bewerbungsprozess um eine Traineestelle im Traineeprogramm Ökolandbau

Wie viele Trainees werden im Jahr 2010 für das Traineeprogramm gesucht?

Das 8. Traineeprogramm Ökolandbau beginnt am 1. November 2010. Ab 1.7.2010 können sich die Hoch- und Fachhochschulabsolventen unter www.trainee-oekolandbau.de online bewerben. 25 Trainees werden für ein Jahr das Fortbildungsprogramm für Fach- und Führungskräfte der Biobranche absolvieren. 20 dieser Trainees werden direkt bei der SÖL angestellt sein (interne Trainees), arbeiten aber in Unternehmen der ökologischen Lebensmittelverarbeitung und -vermarktung, Ökoberatungseinrichtungen, Ökokontrollstellen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Erzeugergemeinschaften. Weitere 5 Trainees (externe) sind direkt bei den jeweiligen Unternehmen angestellt, durchlaufen aber ebenso die vier Ausbildungsmodule.

Wie viele Bewerbungen erhalten Sie durchschnittlich für eine ausgeschriebene Traineestelle?

Insgesamt bewerben sich ca. 300 Hochschulabsolventen auf 25 Ausbildungsstellen.

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse erwarten Sie von den Bewerbern für das Traineeprogramm Ökolandbau?

Die Qualifikationen richten sich jeweils nach den ausgeschriebenen Stellen bzw. dem Bedarf der 25 ausbildenden Unternehmen. Wir erwarten möglichst Vorerfahrungen (Praktika) im Bereich der Ökologischen Landwirtschaft / Lebensmittelwirtschaft und eine hohe Affinität und Begeisterung für die Welt der Bio-Lebensmittel.

Welche Tipps können Sie den Bewerbern hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen geben?

Was die Bewerbungsunterlagen anbelangt, so sollten diese auf die jeweilige Stelle Bezug nehmen, die Qualifikationen für das gewünschte Bewerberprofil deutlich herausstellen, das Engagement und den Willen zeigen und einen formellen Rahmen (Foto, Gestaltung, Rechtschreibung etc.) entsprechen. Wir empfehlen dringend Kontakte zu Wunschunternehmen bereits lange vor der Traineezeit nach Studienabschluss aufzubauen, z.B. im Rahmen von Praktika oder Studienarbeiten. Unter http://www.soel.de/bildung/traineeprogramm/hsa_schnupperboerse.html haben wir eine Schnupperbörse eingerichtet. Hier können Unternehmen Praktikumsplätze veröffentlichen. Auch ein möglicher Einstieg ins Traineeprogramm.

Wie läuft der Bewerbungsprozess um eine Traineestelle bei der Stiftung Ökologie & Landbau genau ab?

Ab dem 01.07.2010 finden Interessierte unter www.trainee-oeklandbau.de die Stellenausschreibungen der Unternehmen. Eine Bewerbung ist ausschließlich online über das SÖL-Portal möglich. Die Unternehmen bestimmen selbst die Dauer des Bewerbungszeitraums, dieser ist in der Stellenausschreibung festgehalten. Die bei der SÖL eingehenden Bewerbungen werden direkt an das Unternehmen weitergeleitet. Das weitere Bewerbungsverfahren wird vom Unternehmen gesteuert (Einladung der Bewerber, Auswahlgespräche).

Die Bewerbungsgespräche und die Auswahl der Trainees sollten bis Mitte September 2010 abgeschlossen sein.

Wenn es ein Assessment Center gibt. Wie sollten sich die Bewerber darauf vorbereiten?

In der Regel werden keine Assessment-Center durchgeführt, sondern Auswahlgespräche.

Welche Fehler sollten die Bewerber im Bewerbungsprozess vermeiden?

Die gesuchten Anforderungsprofile der 25 Traineestellen gehen sehr weit. Es sollte nicht der Fehler gemacht werden, sich sehr breit zu bewerben, sondern sich auf die passenden Stellen, die auf das eigene Profil passen, zu konzentrieren.

Womit hat Sie ein Bewerber um eine Traineestelle schon einmal richtig überrascht?

Positiv überraschen die Kandidaten, die sich langfristig auf eine mögliche Laufbahn, z.B. als Berater vorbereiten, über Praktika in dem Bereich schon bekannt geworden sind und die Traineezeit dazu nutzen wollen, in den Beruf gut reinzukommen.

Fragen zum Traineeprogramm  Ökolandbau des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau

Welche Besonderheiten zeichnet ein Traineeprogramm Ökolandbau aus?

Die gesamte Branche ist für ihren weiteren Erfolg auf gut ausgebildetes Fach- und Führungspersonal angewiesen. Doch gerade das ist rar. Das  Traineeprogramm Ökolandbau schafft hier Abhilfe. Junge motivierte Hochschulabsolventen werden durch die einjährige Ausbildung so geschult, dass sie mit ihrem Profil genau die Anforderungen erfüllen, die sich heute aus einer modernen multifunktionalen ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft ergeben. Die Trainees werden dadurch zu entscheidungsfreudigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die ebenso ökologisch wie unternehmerisch denken. Das innovative und praxisnahe Ausbildungskonzept des Traineeprogramms Ökolandbau trägt nicht nur aktiv zur Weiterentwicklung der ökologischen Lebensmittelwirtschaft bei, sondern es leistet auch einen Beitrag zur Steigerung der Professionalität und Wettbewerbsfähigkeit der Biobranche.

Was unterscheidet den Einstieg als Trainee von einem Direkteinstieg in den Unternehmen?

Das Arbeitsfeld in der Biobranche ist in Fach- und Führungspositionen so komplex geworden, dass ein Direkteinstieg wenig bis gar nicht mehr möglich ist. Das trifft zum Beispiel auf das Berufsfeld der Beratung zu.

Für welche Bewerber ist der Einstieg als Trainee im Traineeprogramm Ökolandbau besonders geeignet?

Ausbildungsprogramm für junge Hoch- und Fachhochschulabsolventen aus den Studiengängen Agrarwissenschaft, Gartenbau, Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie, Betriebswirtschaft, Marketing mit einer hohen Affinität und Begeisterung für die Welt der Bio-Lebensmittel.

Wie ist der Ablauf Ihrer Traineeprogramme gestaltet?

Das Traineeprogramm beginnt jeweils zum 1. November und dauert ein Jahr; davon elf Monate "training on-the-job" und 20 Tage Schulungen und Trainings "off-the-job"; unterteilt in Pflichtmodule (15 Seminartage in 4 Modulen) und Wahlpflichtmodule (mindestens 5 Seminartage für jeden Trainee, wahlweise in Präsenz- und E-Seminaren).

Welchen Einfluss haben die Trainees auf den Ablauf des Programms?

Die Lerninhalte des Traineeprogramms sind auf die Bedürfnisse der Unternehmen und die unterschiedlichen Qualifikationen der Trainees abgestimmt. Pflicht- und Wahlpflichtmodule und die Nutzung von internetbasierten Lernelementen (E-Learning) ermöglichen eine individuelle und effiziente Qualifizierung der Trainees. Zu den jeweiligen Modulen bringen die Trainees ihre Lernaufträge mit, die Berücksichtigung finden.

Werden zusätzliche Seminare und Fortbildungen für die Trainees angeboten - Stichwort: Soft Skills?

Das Ausbildungskonzept beruht auf drei Kompetenzsäulen: Fachliche, methodische und unternehmerische Kompetenz. In allen Lehrgängen, in Projekten und Vertiefungstreffen zwischen den Seminaren wird an allen drei Kompetenzsäulen gearbeitet. Dabei wird besonders Wert auf erfahrungsorientiertes Lernen im Team gelegt.

Welche Vergütung haben Trainees zu erwarten? Gibt es zusätzliche Leistungsanreize?

Das Programm wird im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) gefördert. Die Geschäftsstelle des BÖL befindet sich in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Die Trainees erhalten ein Bruttogehalt von 1.500,00 EUR/Monat.

Fördert das Traineeprogramm den Netzwerkaufbau in den Unternehmen und unter den Trainees?

Hospitationen in anderen Unternehmen und organisationsübergreifende Erfahrungen fördern das vernetzte Denken. Kollegiale Unterstützungsteams beflügeln gegenseitigen Austausch und Unterstützung bei der Erreichung von beruflichen und persönlichen Zielen. Auch beim Trainee-Treffen auf der BioFach oder beim Abschlussworkshop steht Vernetzung an oberster Stelle. Dort werden Kontakte geknüpft, Wissen und Erfahrungen ausgetauscht oder neue Mitarbeiter geworben.

Eine Fach- oder Führungskraft aus dem jeweiligen Unternehmen steht dem Trainee während der Ausbildungszeit zu Seite. Durch intensive Vorbereitung und Schulungen wird gewährleistet, dass die Trainees die bestmögliche Ausbildung erhalten.

Gibt es die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts für die Trainees?

Das ist unternehmensspezifisch geregelt. Es gibt Traineestellen, die z.B. im internationalen Rohstoffeinkauf verankert sind, bei denen auch Auslandsaufenthalte möglich sind.

Was erwartet die Trainees nach dem Abschluss Ihres Programms?

Ca. 85 Prozent aller Absolventen des Traineeprogramms sind nahtlos von ihren Ausbildungsunternehmen übernommen worden oder wechselten nach Ablauf des Traineeprogramms in ein adäquates Beschäftigungsverhältnis. Bedarfsanalysen des Projektbüros des Traineeprogramms und die bei Weitem die vorhandenen Stellen übersteigenden Bewerbungen von Hochschulabsolventen und Partnerorganisationen zeigen, dass die Branchennachfrage nach qualifizierten Fachkräften für die ökologischen Lebensmittelwirtschaft noch längst nicht gedeckt ist.

Über die Stiftung Ökologie & Landbau

Das Traineeprogramm Ökolandbau wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau durchgeführt.

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) koordiniert im Auftrag die Ausbildung gemeinsam mit ihren Partnern:
- der Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AoeL),
- der Konferenz der Kontrollstellen (KdK),
- dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und
- dem Bundesverband Naturkost und Naturwaren Herstellung und Handel (BNN).

Informationen zur Kontaktperson bei der Stiftung Ökologie & Landbau


Kontaktperson:
Jan Plagge
Kontaktdaten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Dipl. Ing. agr. Jan Plagge (TUM Weihenstephan, Abschluss 1996)




Heutige Funktion:

  • Geschäftsführer Bioland Beratung GmbH, Auf dem Kreuz 58, D 86152 Augsburg
  • Geschäftsbereichsleiter Bildung & Beratung beim Bioland e.V.
  • Verantwortung für rund 70 FachberaterInnen aller Produktionssparten im biologischen Landbau
  • seit 2002: Projektleiter und Trainer des Traineeprogrammes Ökolandbau für junge Fach- und Führungskräfte in der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft (mittlerweile 7. Jahrgang; über 150 Fach- und Führungskräfte ausgebildet).

Sonstiger Hintergrund:

  • 1998/99 Trainerausbildung an der Andreas-Hermes Akademie, vormals Verein Landbildung e.V.
  • seit 1999 BUS Trainer (Schwerpunkt Strategie- und Unternehmensentwicklung, Marketing), Seniortrainer, Trainerausbilder, Entwicklung von Unternehmertrainings für Biolandwirte (Bio-BUS)
  • 2000 / 2001 Ausbildung von Ökolandbauberatern in China im Auftrag der GTZ (GTZ-Projekt „Entwicklung des Ökologischen Landbaus in Armutsgebieten der VR China")
  • 2002 - 2005 Ausbildung und Praxis als Systemischer Coach im Rahmen des AHA Coaching Projektes, anschließend aktiv als systemisch arbeitender Coach und Unternehmensberater
  • 2006 Ausbildung zum autorisierten DISG Trainer (persolog)
  • 2008 Zusatzausbildung Coaching und Prozessberatung mit DISG (persolog)
  • Seit 2002: Mitglied im SÖL Beraterbeirat
  • Seit 2009: Mitglied im Vorstand des FIBL Deutschland e.V.

Alle wichtigen Infos und das Bewerbungsverfahren unter www.trainee-oekolandbau.de

Kontaktdaten:

Stiftung Ökologie & Landbau
Traineeprogramm Ökolandbau
Auf dem Kreuz 58
86152 Augsburg

Tel.: 0821 34 680-161
Mobil: 0176 82100582
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