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Buddy-Programme – Ergänzung oder Alternative für Mentorenprogramme?

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Mittwoch, den 16. November 2011 um 22:29 Uhr

dreamstimefree_2823102An Universitäten gibt es sie schon lange, die Buddy-Programme. Austauschstudenten oder Studienanfänger werden an die Hand genommen und erfahrene Studenten stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Denn gerade wenn man neu ist, an einer Uni, in einem Land oder auch in einem Unternehmen ist ein verlässlicher und erfahrener Ansprechpartner Gold wert. Kein Wunder also, dass man auch bei Traineeprogrammen immer wieder über Buddies stolpert.

Was ist ein Buddy überhaupt?

Buddys im Rahmen von Traineeprogrammen sind meist Young Professionals, die das gleiche Programm bereits durchlaufen haben. Sie kennen die internen Abläufe, die richtigen Ansprechpartner und können wichtige Tipps und Tricks geben, um den neuen Trainees die erste Zeit im Unternehmen zu erleichtern. Meist sind sie die Buddys in einem ähnlichen Alter, bzw. nur geringfügig älter als die Trainees und helfen ihnen sich schneller ins Unternehmen und in das vorhandene Trainee-Netzwerk zu integrieren.

Mentor vs. Buddy

Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass es dafür doch ausgefeilte Mentorenprogramme gibt, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Dem ist aber nicht so. Der große Vorteil des Buddys ist die meist geringere soziale Distanz zwischen Buddy und Trainee. Da der Mentor im besten Fall aus dem Management kommt und mehrere Hierarchieebenen über dem Trainee steht, ist der Kontakt schwieriger herzustellen und oft ist eine gewisse Hemmschwelle zu überwinden bevor man überhaupt an ihn herantritt. Einige Trainees dürften unsicher sein, mit welchen Fragen man seinen Mentor überhaupt belangen darf. Wer möchte das Management schon mit Banalitäten belasten? Ein Buddy schafft hier Abhilfe, hilft dem Trainee auch bei Kleinigkeiten und entlastet den Mentor.

Der Mentor kümmert sich um die Entwicklung des Trainees und die strategische Einbindung ins Unternehmen. Außerdem steht er für alle fachlichen Fragen zur Verfügung. Der Buddy dagegen hilft bei organisatorischen Dingen, gerade zu Beginn des Traineerprogramms.

Welche Unternehmen setzen auf Buddys?

Viele große Unternehmen gönnen Ihren Trainees die Begleitung durch einen Buddy. Während bei einigen Unternehmen die Unterstützung durch einen bestimmten Buddy für jeden Trainee Standard ist, setzen andere auf die freiwillige Möglichkeit, sich bei Bedarf an einen erfahrenen Ex-Trainees zu wenden. Wieder andere Unternehmen verzichten auf einen Mentor und stellen den neuen Trainees stattdessen Ex-Trainees an die Seite. Im Idealfall aber ist das Buddy-Programm eine Ergänzung zum Mentoren-Programm.

Allerdings müssen die Buddys nicht zwangsweise ihr eigenes Traineeprogramm schon abgeschlossen haben. Bei der Commerzbank wird den neuen Trainees jeweils ein erfahrener Trainee zur Seite gestellt. Darüber hinaus hilft ihnen ein Mentor, bzw. Pate. Auf der einen Seite hat man also eine erfahrene Führungskraft als Ansprechpartner, auf der anderen Seite, einen erfahreneren Trainee. Für die neuen Trainees kann dies eine optimale Kombination sein.

Ähnlich ist es auch im Management Trainee-Programm bei Enterprise Rent-A-Car. Neben einem Mentor aus der Riege der Filialleiter, steht den Trainees jeweils ein Buddy aus einer niedrigeren Hierarchiestufe mit Rat und Tat zur Seite. Dieser sorgt für die Vermittlung des Wissens, wenn es um die alltäglichen Dinge geht.

Bei Ernst & Young hilft der Career Buddy über alle Holpersteine zum Beginn des AuditPlus-Traineeprogramms hinweg. Auch hier setzt man im Weiteren aber auf die Betreuung durch einen Mentor auf einer höheren Hierarchieebene.

Buddy-Programme gibt es u.a. auch bei der Deutschen Bank, im „Start-Technik"-Traineeprogramm der Lufthansa oder bei Siemens.

 

Bildquelle:
© Smilla | Dreamstime.com