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Worauf müssen Bewerber bei Vorstellungsgesprächen achten?

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Samstag, den 21. Januar 2012 um 17:53 Uhr

Duard-Van-Der-Westhuizen--Dreamstime.com_dreamstimefree_1297471Die Freude ist groß, wenn es im Rahmen des Bewerbungsprozesses um eine Traineestelle zu einer positiven Resonanz seitens eines potenziellen Arbeitgebers kommt. Oft folgt daraufhin die große Aufregung vor dem persönlichen Gespräch. Gute Vorbereitung hilft auch hier, das Bewerbungsgespräch erfolgreich zu meistern. Worauf Personaler achten und welchen Hintergrund einige der typischsten Fragen haben, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ihre Gesprächspartner werden im besten Falle Fachmänner in der Gesprächsführung sein. Durch bestimmte Fragetechniken wird das Gespräch gezielt gelenkt und ihr Antwortverhalten genutzt, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen. Das Gebiet auf das sich die Befragung erstreckt ist weit. Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Themenbereiche, können Trainees sich je nach beworbener Position vorbereiten.

Es können sich grundsätzlich Fragen zu folgenden Feldern ergeben: Fragen zum Unternehmen, zum Bildungsweg, Berufsweg, zur Persönlichkeit, zu Unebenheiten im Werdegang, zum Thema Führung und Zusammenarbeit, zur Methodenkompetenz, zum Entgelt, Fragen an Führungsnachwuchskräfte, Typische Fragen an Frauen, Fragwürdige Fragen und Fragen zum Gesprächsabschluss.

Eine Vorbereitung des Gespräches, das auf die Beantwortung aller möglichen Fragen abzielt ist unmöglich. Wie auch andere Bewerber sollten sich Trainees mit den am Häufigsten gestellten  Fragen auseinandersetzen.

1. Was sind Ihre Stärken?

Hier geht es um die Glaubhaftigkeit und Überzeugungskraft der Selbsteinschätzung bezüglich der eigenen Kompetenzen im fachlichen und sozialen Bereich. Es ist angebracht sich auf circa drei Eigenschaften zu beschränken, da eine übermäßige Darlegung der Stärken eine Übertreibung wäre. Aufgeworfene Stärken sollten möglichst mit Beispielen aus dem beruflichen Alltag untermauert werden.

Trainees, die eine Führungsposition anstreben sollten führungsrelevante Merkmale erwähnen. Beispielsweise: Verhandlungsstärke, Durchsetzungskraft oder Mitarbeiterführung.

Zu vermeiden ist folgende  Aussage: „Ich bin sehr begeisterungsfähig.", denn damit wird Sprunghaftigkeit indiziert.

Erwähnenswert sind: Ausdauer und Verlässlichkeit. Durch die Lernbereitschaft signalisiert der Bewerber, dass  er bereit ist, sich innerhalb des Unternehmens weiter zu bilden und Wissen anzueignen.

2. Was sind Ihre Schwächen?

Unternehmen sind an der Einstellung von schwachen Persönlichkeiten nicht interessiert. Deshalb ist bei der Beantwortung dieser Frage  Zurückhaltung geboten.

Ausschlaggebend ist, dass die Schwächen derart präsentiert werden, dass darin wiederum Stärken erkennbar sind.

Zu vermeiden ist hier die Standardantwort: Perfektionismus

Erwähnenswert ist, die Neigung zur parallelen Erledigung mehrerer Aufgaben.  Damit wird das Engagement ausgedrückt.

3. Schätzen Sie sich als Führungspersönlichkeit oder als Mitarbeiter ein?

Diese Frage ist für Trainees, die ein höheres Ziel haben, bedeutend. Im Wesentlichen kommt es darauf an, sich auf die beworbene Stelle zu beziehen. Steht zunächst ein Einstieg als Trainee ohne Führungsverantwortung an, so ist es wichtig, sich auf diese Stelle zu konzentrieren und nicht den Eindruck zu erwecken, dass diese Position als Quereinstieg missbraucht wird, um in eine bessere Führungsposition zu gelangen.

Situationsbedingt ist ein Mittelmaß in der Beantwortung der Frage zu finden.

Erwähnenswert ist, dass man ein Teamplayer ist, aber auch die Fähigkeit besitzt ein Team zu leiten.

4. Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben

Mit dieser Frage will man die Fähigkeit zur Selbstkritik prüfen. Demnach sollten in der Antwort nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen aufgezählt werden.

Erwähnenswert sind: Belastbarkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit, direkte und offene Art in Gesprächen.

5. Was macht unser Unternehmen für Sie interessant?

Das Unternehmen will sich mit dem Interesse und der Motivation des Bewerbers befassen. Wichtig ist es, dass ein potenzieller Arbeitgeber nicht den Eindruck gewinnt, die Wahl des Bewerbers sei nur willkürlich auf ein bestimmtes Unternehmen gefallen, da keine anderen Perspektiven vorhanden waren.  Der Bewerber kann in dieser Phase des Gesprächs punkten, indem er zeigt, dass er sich mit dem potenziellen Arbeitgeber befasst hat und aussagekräftige Argumente für dieses Unternehmen existieren.

6. Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?

Entscheidend ist, dass der Bewerber seine Arbeitskraft souverän „verkauft". Dementsprechend ist er dazu angehalten gute Argumente für sich vorzubringen. Sowohl Übertreibung als auch Untertreibung können schädlich sein. Die Antwort muss ein Mittelmaß im Hinblick auf Leistungsmotivation, Persönlichkeit und Kompetenz enthalten.

Zu vermeiden ist die Aussage „Ich will den Job", denn jeder Bewerber will das. In dieser Ausführung sind keine Argumente zugunsten der eigenen Person enthalten.

Erwähnenswert sind: Identifikation mit dem Unternehmen, Mehrwert für  das Unternehmen durch effiziente Arbeitsweise.

7. Warum wollen Sie den Arbeitgeber wechseln?

Hier geht es dem Personaler um die Erforschung der Überzeugung des Bewerbers. Bezieht man sich in der Antwort auf das Gehalt, erweckt man den Eindruck, ein monetär geleiteter Mensch zu sein. Ein Mitarbeiter, der lediglich durch finanzielle Mittel motiviert werden kann, ist für das Unternehmen nicht erstrebenswert. Auch eine negative Aussage über den jetzigen Arbeitgeber ist zu vermeiden.

Erwähnenswert ist die Zufriedenheit auf der jetzigen Stelle und die Suche nach einer neuen Herausforderung mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven.


Quellen und weitere Informationen zum Thema:

Christian Püttjer,  Uwe Schnierda, Das überzeugende Bewerbungsgespräch für Hochschulabsolventen: Diplom - Magister - Bachelor - Master - Staatsexamen - Promotion, 6. aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2006

Claus Peter Müller-Thurau, 101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch, 4. aktualisierte Auflage, Freiburg 2011

Elke Zuchowski, Überzeugen Sie. Jetzt!: So meistern Sie Ihr Bewerbungsgespräch. Mit Last-Minute-Programm, Frankfurt 2011

http://www.wiwo.de; Die Fallen der Personaler im Vorstellungsgespräch (30.10.11); abgerufen am 7.12.11

http://www.bildung-news.com/bildung-und-karriere/bewerbung/antworten-auf-warum-sollten-wir-sie-einstellen/; abgerufen am 7.12.11

http://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/vorstellungsgesprach-fragen.php; abgerufen am 7.12.11

http://www.bildung-news.com/bildung-und-karriere/bewerbung/wie-wuerden-freunde-sie-beschreiben/; abgerufen am 7.12.11

http://www.sueddeutsche.de/karriere/vorstellungsgespraech-diese-fragen-kommen-bestimmt-1.138357-4; abgerufen am 7.12.11

http://www.berufswahl-tipps.de/vorstellungsgespraech-fragen.htm; abgerufen am 7.12.11.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/vorstellungsgespraech-diese-fragen-kommen-bestimmt-1.138357-2; abgerufen am 7.12.11

Bildquelle:

© Duard Van Der Westhuizen | Dreamstime.com